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Inhalt

In der Nacht des 17. April 1967 veränderte sich Thanh Nguyen’s Leben schlagartig. Bei einem Luftangriff im Vietnamkrieg wurde der damals Achtjährige verletzt. In den nächsten Jahren verlor er schleichend sein Augenlicht. Mit 19 war er vollkommen erblindet.
Chinh, eine junge Frau aus dem Nachbardorf, verliebte sich in ihn. Gegen den Willen ihrer Familie heiratete sie den blinden Thanh. Das gemeinsame Leben begann in bitterer Armut. Als die Frau krank wurde und sie ihre vier Kinder nicht mehr ernähren konnten, entschloss sich Thanh Betteln zu gehen. Loan, die älteste Tochter, führte ihren blinden Vater durch das Land. Sie war neun Jahre alt. Die Zeit auf der Straße veränderte beide. Nach zwei Jahren kehrten sie heim und begannen über ihre Erlebnisse zu schreiben.
Thanh hat so für sich die Dunkelheit überwunden. Heute ist er Schriftsteller. Doch seine Blindheit und das Trauma des Krieges liegen immer noch wie ein Schatten über der Familie.